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Zentrales Kalibrierlabor (CCL) für halogenierte VOCs

Seit Juni 2023 ist das Eidgenössische Institut für Metrologie METAS das weltweit anerkannte zentrale Kalibrierlabor (Central Calibration Laboratory, CCL) des Global Atmosphere Watch (GAW)-Programms für halogenierte flüchtige organische Verbindungen (VOCs).

Warum halogenierte VOCs gemessen werden

In der Atmosphäre befinden sich weit über 30 verschiedene halogenierte VOCs. Einige davon tragen signifikant zur Klimaerwärmung und teilweise zum Abbau der stratosphärischen Ozonschicht bei. Andere bilden Abbauprodukte, die schädliche Auswirkungen auf die Umwelt haben. Um den Klimawandel besser zu verstehen, Massnahmen festzulegen und zu überprüfen, ist es wichtig, sämtliche in der Atmosphäre vorhandenen halogenierten VOCs vergleichbar und genau messen zu können.

Global Atmosphere Watch (GAW)-Programm

Das GAW-Programm der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) ist eine Partnerschaft von über 100 Ländern. Ziel ist es, die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre mit einem weltweiten Netzwerk von Messstationen langfristig und vergleichbar zu messen. Dafür braucht es qualitativ hochwertige Referenzen, die durch die zentralen GAW Kalibrierlabore, die CCLs, zur Verfügung gestellt werden. Mit der Übernahme der Funktion als CCL legt das METAS den Grundstein, dass innerhalb des GAW Netzwerkes halogenierte VOCs weltweit, vergleichbar gemessen werden können.

Aufgaben des METAS als CCL

Das METAS stellt SI-rückführbare Referenzgase für folgende zehn halogenierte VOCs für das GAW-Netzwerk bereit:

  • HFO-1234yf
  • HFC-125
  • CFC-13
  • HCFC-132b
  • 1,2-Dichlorethan
  • HFO-1336mzz(Z)
  • HFC-32
  • HFC-365mfc
  • CH2Cl2
  • CCl4

Die konkreten Aufgaben des METAS umfassen:

  • die Bereitstellung und Unterhalt von SI-rückführbaren Referenzgasgemischen für Kalibrierungen
  • die Unterstützung von GAW-Stationen bei Fragen zur Weitergabe der Referenzwerte und zur Kalibrierung der Geräte und zur Messunsicherheit
  • in enger Zusammenarbeit mit den Betreibenden der Messtationen, im Rahmen von internationalen Projekten: die Entwicklung neuer Referenzgase für Substanzen, für die aktuell keine SI-rückführbaren Referenzen existieren

Diese Arbeiten erfolgen mit finanzieller Unterstützung von MeteoSchweiz.

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